Kantorei St. Nikolai – BachChor an der Nikolaikirche Leipzig

Vokale Kirchenmusik spielt von jeher eine große Rolle an der Leipziger Nikolaikirche. Seit der Reformation bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Nikolaikirche der zweitwichtigste Auftrittsort der Thomaner neben der Thomaskirche. 1723 wurde Johann Sebastian Bach hier in sein Amt als Thomaskantor eingeführt, zahlreiche seiner Kantaten, die Johannespassion und das Weihnachtsoratorium erklangen erstmals in der Nikolaikirche.

Mit dem Amtsantritt Günther Ramins als Thomaskantor 1940 verließen die Thomaner die Nikolaikirche. Um auch weiterhin die Kirchenmusik durch Aufführungen von Vokalwerken zu bereichern, gründete Kantor Johannes Piersig 1945 an der Nikolaikirche einen eigenen Chor, die Kantorei St. Nikolai. Die Leitung des Chores gehört seit dem zu den Dienstpflichten des amtierenden Nikolaikantors. Ab 1959 übernahm Wolfgang Hofmann die Leitung. 1993 wurde Jürgen Wolf in das Amt des Nikolaikantors gewählt. Um die Nikolaikirche als Bachkirche stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, regte er die Umbenennung des Chores in BachChor Leipzig an, die im Frühjahr 2006 erfolgte. Hauptaufgabe des Chores ist die Ausgestaltung der Gottesdienste in der Nikolaikirche, daneben finden mehrere Chorkonzerte pro Jahr statt.

Der Schwerpunkt der musikalischen Arbeit liegt dabei im Bereich des Oratoriums. Neben den jährlichen Aufführungen von Bachs Weihnachtsoratorium und einer seiner Passionen erklingen regelmäßig die großen Requiem-Vertonungen von Mozart und Brahms. Zum Repertoire des Chores gehören ebenso Bachs h-moll-Messe und Händels Messias.

Im Bereich der a-cappella-Musik beschäftigt sich der BachChor hauptsächlich mit den Motetten von Brahms, Bruckner und Mendelssohn, daneben aber auch mit moderner Chorliteratur u.a. von Hugo Distler, Benjamin Britten und John Rutter.

Erfahren Sie mehr: www.bachchor.nikolaikirche-leipzig.de