Am 9. Oktober 2014 jährte sich der Tag der Friedlichen Revolution zum 25. Mal. Ganz Leipzig, die Initiative 9. Oktober und die Nikolaigemeinde haben sich in besonderer Weise und von „langer Hand“ darauf vorbereitet.

Mit einem Friedensgebet für Kinder wurde der Tag in der Nikolaikirche am Morgen eröffnet. Die Kirche war vor allem von Schulklassen besucht. Am Nachmittag fand das traditionelle Friedensgebet statt, das diesmal unter dem Thema „Hoffnung fährt unter die Angst“ stand. Mittelpunkt war ein Flugblatt gegen Gewalt, das 1989 20.000 Mal illegal gedruckt und verteilt wurde. Akteure von damals, wie der Pfarrer Christoph Wonneberger, waren am Friedensgebet beteiligt. Als besondere Gäste konnten neben dem Bundespräsidenten Joachim Gauck, die Präsidenten vier osteuropäischer Länder (Tschechien, Slowakei, Polen und Ungarn), der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher mit seinen Amtskollegen aus den USA Henry Kissinger und James Baker, sowie der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich begrüßt werden. Die Predigt hielt Superintendent Martin Henker. Als musikalischer Gast war Sebastian Krumbiegel eingeladen.

Aufgrund zahlreicher geladener Gäste konnte die Nikolaikirche die Besucher nicht fassen. Der Mittedeutsche Rundfunk hat das Friedensgebet für das Fernsehen und auf den Nikolaikirchhof übertragen. Im Anschluss an das Friedensgebet wurde auf dem Augustusplatz das Lichtfest eröffnet. Bis Mitternacht war dafür der gesamte Innenstadtring für den Verkehr gesperrt. Eindrucksvolle Lichtinstallationen zogen mehr als 100.000 Menschen an.

Lichtfest