Mitteilungen

151005_friedensgebet_copyright-birkigtIn diesem Jahr begehen wir zum 27. Mal das entscheidende Ereignis der Friedlichen Revolution, die große Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989 mit vorangegangenen Friedensgebeten in Leipzig. Den Anfang der Feierlichkeiten bildet auch dieses Jahr wieder ein Friedensgebet um 17 Uhr in der Nikolaikirche. Es steht unter dem Thema „Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“. Die Predigt hält Pastor Yassir Eric, Leiter des Europäischen Instituts für Migration, Integration und Islamthemen aus Korntal. Der BachChor an der Nikolaikirche gestaltet das Gebet musikalische aus.

Im Anschluss an das Friedensgebet, um 18.30 Uhr, hält Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlamentes, die Rede zur Demokratie in der Nikolaikirche. Eine entsprechende Medieninformation finden Sie unter dem Link: Medieninformation.

20 Uhr beginnt das Lichtfest auf dem Augustusplatz unter dem Thema „Mut – Werte – Veränderung“. Das knapp einstündige Bühnenprogramm rückt erneut zivilgesellschaftliche Aspekte der Friedlichen Revolution in den Fokus.

Kommender Sonntag am 4. September 2016

Treff GO in der Nikolaikirche – ein Gottesdienst, in dem Weiterlesen

Am Freitag, dem 26. August 2016, startet der Teeniekreis. Dazu sind alle Interessenten Weiterlesen

 

Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Nikolai sucht ab Oktober 2016 eine / einen

Sozialarbeiterin / Sozialarbeiter bzw.
Sozialpädagogin / Sozialpädagogen
für die Sozialdiakonische Offene Jugendarbeit (SOJA)

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BENEFIZ-KUNSTAUKTION Mit einer Benefiz-Kunstauktion am 24. April 2016 in der Heilig-Kreuz-Kirche (Neustädter Markt 8) wollen wir

Mit einem festlichen Gottesdienst ging am 6. Dezember 2015 das Festjahr zu Ende. Rund 1.000 Besucher hatten sich aus diesem Anlass in der Nikolaikirche eingefunden.

gottesdienst-grossNach der Liturgie ermunterte die Leiterin des Kindergartens die jüngsten Besucher gemeinsam mit dem Nikolaus einen eigenen Gottesdienst zu feiern. Das wurde von den Kindern begeistert angenommen.

In einer eindrucksvollen Aufführung brachte der BachChor der Nikolaikirche die Kantate „Nun kommt der Heiden Heiland“ (BWV 62) zur Aufführung.

Danach ging Landesbischof Dr. Carsten Rentzing in seiner Predigt auf das Nikolausfest ein und spannte dann den Bogen zum Warten, das ja mit Geduld verbunden ist. „Geduld setzt Glauben voraus. Den Glauben daran, dass Gott die Ungerechtigkeit und das Leid dieser Welt und unseres Lebens kennt und nicht achtlos daran vorübergeht“ betonte er. „Das Kommen des Herrn ist nahe. Wer darauf vertraut, der ist erfüllt von großem Frieden. Wer darauf vertraut, muss sich nicht mehr vom Geist der Rache und Gnadenlosigkeit und auch nicht vom Geist der Verzweiflung treiben lassen. Wer darauf vertraut, der wird geduldig und erbringt die Früchte des Heiligen Geistes. Und das wäre allerdings uns allen zu wünschen. Zum Segen für unser eigenes Leben und zum Segen für die ganze Welt.“, schloss der Landesbischof seine Predigt.

Bei der Abendmahlsfeier stärkten sich unter den zahlreichen Gemeindegliedern auch Christen aus Syrien, die als Flüchtlinge in Leipzig Asyl gefunden haben.

Beim anschließenden Empfang gab es für den Landesbischof als Geschenk das im Festjahr erschiene Buch über die Nikolaikirche. Pfarrer Bernhard Stief erinnerte noch einmal an die Höhepunkte im zu Ende gehenden Festjahr und bedankte sich bei all denen, die auf unterschiedlichste Weise zum Gelingen mit beigetragen haben.

Professor Rainer Vor bedankte sich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises ebenfalls bei allen Anwesenden und schloss mit den Worten: „Bleiben Sie uns gewogen“ seine Ausführungen. Zum Abschluss präsentierte die Leiterin des Kindergartens von St. Nikolai die Chronik dieser Einrichtung für Kinder, welche seit 110 Jahren besteht.

In vielen Gemeinden ist es bereits gängige Praxis. Nun hat auch unser Kirchenvorstand entsprechend den Empfehlungen der Landeskirche beschlossen, Weiterlesen

850 Jahre Nikolaikirche
Studioausstellung
13.5.–19.7.2015

Die Leipziger Nikolaikirche, eine der beiden wichtigsten Kirchen der Stadt, blickt 2015 auf eine 850-jährige Geschichte zurück. Wie kaum ein zweites Gebäude in Leipzig erzählt und repräsentiert die Nikolaikirche Leipziger Stadtgeschichte. Viele für die Stadtgeschichte wichtige Zäsuren hinterließen hier ihre Spuren oder stehen in enger Verbindung mit dieser Kirche. Mittelalterliche Bau-, Kunst- und Kirchengeschichte, Reformation und Musik, Reichtum und Bürgerstolz des 18. Jahrhunderts und schließlich die Montagsgebete als Ausgangspunkte der Friedlichen Revolution, für all das steht die Nikolaikirche mitten in Leipzig.
Das Stadtgeschichtliche Museum nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, um an diese wichtigen Zäsuren und die Wechselwirkungen von Stadt und Kirche zu erinnern. Zudem zeigen bildliche Darstellungen aus fünf Jahrhunderten die architektonischen Veränderungen der Kirche und ihrer unmittelbaren Umgebung sowie den Blickwinkel Leipziger Künstler auf ihre Kirche.

Flyer Studioausstellung

Die zweite Festwoche vom 2. bis 11. Oktober im Jubiläumsjahr “850 Jahre Nikolaikirche” steht unmittelbar bevor. Weiterlesen

Eine Woche unter Palmen.

plakat1Die zweite Festwoche zum 850-jährigen Jubiläum der Leipziger Nikolaikirche war dem Kindergarten der Gemeinde von St. Nikolai sowie der Friedensthematik gewidmet. Der Kindergarten, der im Jahr 1905 als Kinderheim gegründet worden war, besteht nun 110 Jahre. Er gehört damit zu den ältesten konfessionell geprägten Kindertagesstätten der Stadt Leipzig. Wenn wir in diesem Jahr dankbar auf 25 Jahre deutsche Einheit zurückblicken, werden wir zwangsläufig an die Friedliche Revolution erinnert, die wesentlich durch die Friedensgebete an der Nikolaikirche und die Zivilcourage der Leipziger vorbereitet wurde. Das war uns Anlass, alle ehemaligen und aktiven Friedensgebetsgruppen zu einem gemeinsamen Friedensgebet einzuladen und so eine längst überfällige Begegnung zu schaffen. Darüber hinaus fand das 20. Bundesweite Vernetzungstreffen der ökumenischen Friedensgebetsgruppen erstmals über den 9. Oktober, dem entscheidenden Tag der Friedlichen Revolution im Herbst 1989, in Leipzig statt. Mit zahlreichen Teilnehmern und namhaften Referenten veranstalteten wir ein Symposium zu den Werten der Friedlichen Revolution und feierten zum Abschluss der 2. Festwoche einen Gottesdienst mit dem Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland.

2. Oktober 2015: Fachtagung für Erzieherinnen und Erzieher in Evangelischen Kindertagesstätten zum Thema:

„Ich habe das Recht, dass du mich fragst – Gelebte Partizipation im Kindergartenalltrag“

Fotos: Copyright by Andreas Birkigt

4. Oktober 2015: Familiengottesdienst zum Erntedankfest (mit dem Kindergarten von St. Nikolai)

Fotos: Copyright by Andreas Birkigt

5.Oktober 2015: Friedensgebet in der Nikolaikirche

Beim Friedensgebet zur Begegnung ehemaliger und aktiver Friedensgebetsgruppen versammelten sich am 5. Oktober um 17 Uhr hochrangige Gäste aus dem öffentlichen Leben Leipzigs sowie Gemeindeglieder und Angehörige von Friedensgebetsgruppen in der gut gefüllten Nikolaikirche zum Friedensgebet.

Einleitend gab es „Schlaglichter“. 1987 begann die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der DDR mit der Vorbereitung einer Ökumenischen Versammlung in der DDR, die dann 1988/89 in Dresden stattfand. An den Konziliaren Prozess zu „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“. erinnerten aktiven Teilnehmer von damals: Dr. Georg Pohler, Helmuth Nitzsche und Gisela Kallenbach. sup-kadenIn seiner Predigt ging Superintendent i. R. Klaus Kaden auf Lukas 13,22-30 ein. Unter dem Vers „Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes“ zielten seine Gedanken auf Tische im Mittelgang der Nikolaikirche hin, auf denen sich bereits Brot und Weintrauben für die im Friedensgebet eingeschlossene Agapefeier befanden. Sup. Kaden erinnerte noch einmal an den Beginn der Friedensgebete Anfang der 1980er Jahre und an die bewegte Zeit im Herbst 1989 und spannte dann den Bogen zur Gegenwart und damit zur aktuellen Situation der Flüchtlingsproblematik. Mit den Worten: „Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten“ forderte er am Ende seiner Predigt die nachdenklichen Zuhörer auf, die Tradition der Friedensgebete fortzusetzen. Die Predigt finden Sie hier. Pfarrer Bernhard Stief sprach nach dem Fürbittgebet den Besuchern Gottes Segen zu und lud alle in das Leipziger Bildermuseum ein. Dort begrüßte Superintendent Martin Henker die Anwesenden sehr herzlich zu diesem Empfang, der von den Jazzomatics aus Leipzig musikalisch umrahmt wurde. In Grußworten gingen Superintendent i. R. Friedrich Magirius, Leipzigs Finanz-Bürgermeister Torsten Bonew und die Bürgerrechtlerin Gesine Ottmanns (Foto u. l.) auf die Friedensgebete der Nikolaikirche ein. Da jeder von ihnen eine sehr persönliche Erinnerung daran hatte, waren diese Ausführungen für alle Zuhörer sehr kurzweilig.

Nach den Grußworten kam es beim anschließenden Stehbankett zu angeregten Gesprächen zwischen den Gastgebern, Politikern, Mitgliedern des Kirchenvorstands und den übrigen Gästen. Solche Begegnungen leben ja auch davon, dass alte Bekanntschaften aufgefrischt, Erinnerungen ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft werden. Fotos: Copyright by Andreas Birkigt

7. Oktober : Podiumsdiskussion und Filmaufführung „Nikolaikirche“

 

 

 

Im Publikum befanden sich u.a.: Frau Rotta (Witwe von Erich Loest) sowie sein Sohn Thomas. Fotos: Copyright by Andreas Birkigt

8. Oktober: Einweihung der Südkapelle

Musikalisch umrahmt wurde diese Feierstunde von Nikolaikantor Jürgen Wolf sowie Claire Gascoin (Gesang) und Magdalena Pille (Barockvioline). In einer kurzen geistlichen Besinnung sprach Superintendent Martin Henker seine Hoffnung aus: „Möge dieser Raum ein Ort für unsere Kirche und unsere Stadt sein“. Damit betonte er, dass die Südkapelle von St. Nikolai ein Raum sein sollte, der vornehmlich für Belange der Öffentlichkeit (Ausstellungen, Begegnungszentrum u. ä.) vorgesehen  ist. Mit dem Lied: „Nun danket alle Gott“ einem Gebet und dem Vaterunser wurde die Südkapelle dann offiziell geweiht.

Pfarrer Stief und bedankte sich ebenfalls bei allen am Bau beteiligten Institutionen, dem Förderverein sowie allen ausführenden Handwerkern für ihr Engagement und gab anschließend einen kurzweiligen Rückblick auf die Geschehnisse während der Sanierung. Aus der Abstellkammer von St. Nikolai ist ein wahres Kleinod geworden. In einem Grußwort erinnerte Dr. Thomas Feist als Vertreter der CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag an Ereignisse, die sich auch als wunderbare Fügungen zur Finanzierung der Renovierungsarbeiten herausstellten. In einer Zeit, wo viele Menschen Ängste haben, ist das Danken an Gott sehr wichtig, sagte Dr. Feist zum Abschluss seiner Ausführungen. Fotos: Copyright by Andreas Birkigt

Freitag, 9.Oktober 2015:

Friedensgebet in der Nikolaikirche Friedensgebet der Kinder zum Thema: „Friedensengel auf dem Schulhof“ 17 Uhr Friedensgebet in der Nikolaikirche zum Thema: „Band des Friedens“ anlässlich des deutschlandweiten Vernetzungswochenende der Friedensgebetsgruppen in Leipzig Die Predigt hielt Pfarrer Bernhard Stief. Musikalisch umrahmt wurde das Friedensgebet vom Kammerchor der Schola Cantorum Leipzig. Im Anschluss folgte die  „Rede zur Demokratie“.

Fotos: Copyright by Andreas Birkigt

10. Oktober: Symposium in der Medienstiftung Villa Ida

Symposium der Stiftung Friedliche Revolution in Zusammenarbeit mit der Nikolaikirchgemeinde zum Thema: „Die Werte der friedlichen Revolution von 1989 als Handlungsanleitung für heute!“ Mit der Losung „Nikolaikirche – offen für alle“ öffnete sich in den 80er Jahren die Kirche für alle Rand- und Protestgruppen ohne Rücksicht auf ideologische und religiöse Ansichten.

In vier Arbeitsgruppen wurde darüber diskutiert, ob die Werte der Friedlichen Revolution von 1989 als Handlungsanleitung für heute noch ihre Gültigkeit haben. Arbeitsgruppe 1: „Wir sind das Volk“ – Referent Konrad Weiß Arbeitsgruppe 2: „Keine Gewalt“ – Referentin Cornelia Brinkmann Arbeitsgruppe 3: „Offen für alle“ – Referentin Ruth Misselwitz Arbeitsgruppe 4: „Schwerter zu Pflugscharen“ –Referent Jürgen Grässlin Nach dem Symposium traf man sich in unterschiedlichen Gruppen um entweder ein Orgelkonzert zu besuchen, eine Führung durch das ehemalige Gebäude der Staatssicherheit zu erleben oder bei einem Stadtrundgang sich noch einmal auf den Spuren der Friedlichen Revolution zu begeben. Der Tag klang bei einem Empfang in der Alten Handelsbörse aus. Fotos: Copyright by Andreas Birkigt

11. Oktober: Festgottesdienst zum Abschluss der 2. Festwoche

Mit einem Gottesdienst ging am Sonntag die zweite Festwoche im Rahmen des Jubiläums „850 Jahre Nikolaikirche“ zu Ende. In der gut gefüllten Nikolaikirche begrüßten Superintendent Martin Henker und Nikolaipfarrer Bernhard Stief als Gastprediger Pastor Renke Brahms, Superintendent in der Bremischen Landeskirche.

Fotos: Copyright by Andreas Birkigt